Schulabschlüsse

An der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg kann man folgende Schulabschlüsse erzielen:

      1. ESA (Erster allgemeinbildender Schulabschluss – ehemals „Hauptschulabschluss“)

      2. MSA (Mittlerer Schulabschluss – ehemals „Realschulabschluss“) Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden Schulabschluss

      3. Förderschulabschluss

zu 1: ESA

Für die Schülerinnen und Schüler der auslaufenden Regionalschulklassen im Bildungsgang Hauptschule ist die Prüfungsteilnahme am ESA in Jahrgangstufe 9 verpflichtend. Ab dem Schuljahr 2015/16 gilt auch für die Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs Realschule, dass sie durch Beschluss der Klassenkonferenz zur Teilnahme verpflichtet werden können, falls ihr Schulabschluss gefährdet ist. Diese Regelung trifft dann auch auf die zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule zu. Bisher ist die Teilnahme an der ESA-Prüfung für den Bildungsgang Realschule nur auf Antrag der Eltern möglich. Dabei gilt Folgendes zu bedenken: Sollte eine Schülerin oder ein Schüler nach der 9. Klasse vom Bildungsgang Realschule in den Bildungsgang Hauptschule wechseln wollen, so ist dies nur möglich, wenn sie/er nicht an der „Hauptschulprüfung“ teilgenommen hat.

zu 2: MSA

Prüfungen zum mittleren Schulabschluss Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 ist die Teilnahme verpflichtend. Es gibt nicht die Möglichkeit, von der Prüfung zurückzutreten. Die Prüfung kann man nur wiederholen, wenn man durchgefallen ist.

Bestandteile der Prüfungen: 

Beide oben genannten Prüfungen bestehen aus drei Teilen:

- Einer (in der Regel in Klasse 9 angefertigten) Projektprüfung. Diese besteht aus einer Projektarbeit und einer anschließenden Projektpräsentation.

- Außerdem werden zentrale schriftliche Arbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch geschrieben. In Englisch setzt sich die Prüfung aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil zusammen.

- Darüber hinaus können mündliche Prüfungen in maximal 2 Fächern (außer Englisch!) abgelegt werden. Dies kann entweder auf Antrag einer Schülerin bzw. eines Schülers geschehen oder auch durch Beschluss des Prüfungsausschusses.

 

Berechnung der Noten – Auswirkungen von mündlichen Prüfungen

Nach den schriftlichen Prüfungen erhält jede Schülerin und jeder Schüler die Vorzensuren, im Fach Englisch ist die automatisch auch die Endzensur. Findet keine weitere mündliche Prüfungen statt, gilt dies auch für alle anderen Fächer. Die Endzensuren in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik errechnet sich aus den Vorzensuren der Leistungen des Schuljahres und der Prüfungszensur im Verhältnis 2:1. Bei einer Abweichung von einer Note in der Prüfung bleibt demnach die Vorzensur auch die Endzensur. Bei den Fächern Deutsch und Mathematik führt eine Abweichung von zwei Noten dazu, dass die dazwischenliegende Note die Endzensur ist.

Beispiele:

1) Vorzensur: 3 Prüfungszensur: 2 =>  3+3+2= 8. Endzensur: 8 : 3 = 3.

2) Vorzensur: 3 Prüfungszensur: 5 => 3+3+5=11. Endzensur:11:3= 4. Die Zensuren der mündlichen Prüfungen wirken sich ebenfalls im Verhältnis 1:2 auf die Vorzensuren aus. Die Zensuren der mündlichen Prüfungen stehen in jedem Fall auf dem Zeugnis – also auch dann, wenn sie die Vorzensuren nicht verändern! In den beiden obigen Beispielen bedeutet dies: Im Beispiel 2) muss in der mündlichen Prüfung mindestens eine 4 erzielt werden (schriftliche Prüfung: 5 mündliche Prüfung:4 => 5+4=9, 9:2 =4,5. Rundung zugunsten des Prüflings:4). Damit ist die Endzensur eine 3 (Die Vorzensur geht zweifach in die Rechnung ein!). Im Beispiel 1) muss in der mündlichen Prüfung eine 1 erzielt werden, damit die Prüfungszensur (1+2=3, 3:2=1,5 =>1) eine 1 wird. Damit ist die Endzensur (3+3+1= 7, 7:3=2) eine 2.

In allen übrigen Fächern (ohne schriftliche Arbeiten) gilt die Faustregel: Die Vorzensur lässt sich nur verändern, wenn die Note der mündlichen Prüfung mindestens zwei Noten von der Vorzensur abweicht!

Die Schülerin/Der Schüler muss sich also gründlich auf eine mündliche Prüfung vorbereiten, um eine Vorzensur zu verbessern. Aber auch wenn die mündliche Prüfung nur eine Zensur besser war als die Vorzensur, wird sie ins Zeugnis aufgenommen und zeigt, dass es die Anstrengungsbereitschaft gab, die Note zu verbessern. Das ist bei Bewerbungen auf jeden Fall hilfreich!

 

Bestehen der Prüfung

Man muss in allen Fächern mindestens eine 4 haben, es darf nur eine 5 geben. Wenn eine Leistung in einem Fach mit 6 beurteilt wurde, gilt die Prüfung als nicht bestanden.

Qualifizierte Abschlüsse

Ein qualifizierter Abschluss liegt vor, wenn der Notendurchschnitt in allen  Fächern mindestens 3 beträgt und man nur eine 4  hat. Mit einem qualifizierten ESA kann man in Jahrgangsstufe 10 aufsteigen. Mit einem qualifizierten MSA hat man Anspruch auf die Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe. Um das abzusichern, haben wir einen Kooperationsvertrag mit der Klaus-Groth-Gemeinschaftsschule in Tornesch geschlossen.

Wiederholung einer Prüfung

Jede Prüfung kann bei Nichtbestehen einmal wiederholt werden. In diesem Fall muss das gesamte Schuljahr wiederholt werden einschließlich aller Prüfungen – also auch der Projektprüfung.

Zweiter Bildungsweg

Bei Nichtbestehen einer Prüfung gibt es allerdings auch die Möglichkeit, den gewünschten Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg zu erreichen. Eine Übersicht über die Wege in Schleswig-Holstein bietet eine Grafik über folgenden link:

http://www.regional.planet-beruf.de/img/bildungswege/schleswig-holstein.pdf

Bei Bedarf stehen den Schülerinnen und Schüler sowohl unsere Lehrkräfte als auch externe Berater zur Seite.

Weitere Informationen – insbesondere zu aktuellen Terminen – finden sich unter http://za.schleswig-holstein.de/content/index.php.